Leckortungsprofis-KSC
WEIL WASSER KOSTBAR IST
Systematische Lecksuche


Durch eine systematische Lecksuche können wir komplette Leitungsnetze effizient auf Leckagestellen absuchen. Dabei gehen wir wie folgt vor:


 

1. Wasserverlustanalyse

 



 

2. Nachtminimummessung

 



 

3. Zonenlokalisierung

 



 

4. Schieberarbeiten in Teilsträngen

 


 

5.1. Korrelationsmessungen

 

 

5.2. Akustische Ortung

 

 

5.3. Spürgasortung

 

Schritt 1: Wasserverlustanalyse

Die Wasserverlustanalyse ist die systematische Aufarbeitung von Leckstellen und deren Größen bei der Lecksuche in Trinkwassernetzen.

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Mit dem kompakten Ultraschalldurchflussmesser ist eine drahtlose Datenübertragung möglich. Er ist bei einem Rohrdurchmesser von 25 mm bis 2.500 mm einsatzbereit. Inkludiert ist ein Sensor für die Wanddickenmessung und die Batterielaufzeit kann bis zu 100 Tage betragen, bei kurzer Ladezeit.

Schritt 2: Nachtminimummessung

Falls noch keine Verlustmengen bekannt sind, führen wir eine Nachtminimummessung durch. Der tiefste Durchflusswert ergibt die tatsächliche Verlustmenge von Trinkwasser durch Leckagen.


Schritt 3: Zonenlokalisierung

Je nach Verteilung von den Hochbehältern, Verteilerbauwerken wird das Messgerät auf die einzelnen Hauptstränge montiert und die Messung durchgeführt. Für Stränge oder Bereiche die keinen Durchfluss vorweisen, müssen keine weiteren Schritte eingeleitet werden.

Schritt 4: Schieberarbeiten in Teilsträngen

In den verlustträchtigen Zonen wird mit den notwendigen Schieberarbeiten die Leitungsstrecke systematisch soweit verkürzt als es von den vorhandenen Schiebern möglich ist. Somit werden Teillängen ohne Leckstellen und Teillängen mit Leckstellen eruiert. Bei den Teillängen ohne Leckstellen muss nichts mehr gemacht werden.



Die Verdachtsstellen wurden durch die systematische Vorgehensweise lokalisiert. Jetzt können sie durch die folgenden Methoden punktgenau geortet werden:

Korrelationsmessungen

Ein Leck verursacht charakteristische Geräusche, diese Geräusch breitet sich über das Rohrmaterial aus und wird dann mit dem akustischen Messgerät geortet: Je nach Rohrmaterial können nur Bereiche gemessen werden, wo auch entsprechend viele Schieber vorhanden sind


Nachteil durch erschwerte Umstände wie:

  • Eisenbahnstrecke
  • Stark frequentierte Straßenbereiche
  • Tunnel/Unterführungen sind Resonanzkörper
  • Begleitleitungen: Kanal, Dränagen, Fernwärme, unterirdische Quellen, Kraftwerksleitungen
  • Bach/Flussbereich besonders mit Rückhaltebauwerken
  • Drucksteigerungsschächte, Druckreduzierungsschächte
  • Heizungspumpen an Gebäuden, die direkt an den Gehsteig gebaut sind
  • Flugverkehr

 


Nachteil Leitungsnetz:

  • genaue Trassenführung muss für die Messung bekannt sein um die richtige Länge und Rohrmaterial samt Dimension eingeben zu können. (Schallweg!)
  • bereits durchgeführte Reparaturen müssen auch bekannt sein (Rohrmaterialwechsel AZ=Rohr PVZ Rohr oder ähnlich



Akustische Ortung



Messprinzip: Je nach Größe des Lecks, dem verwendeten Rohrmaterialien, dem anliegenden Betriebsdruck in der Leitung und dem Austrittsgrund der Verlustmenge entstehen unterschiedliche Geräusche, Einsatz im unbefestigten Gelände nicht möglich!

Kleine Lecks mit hohem Leitungsdruck ergeben ein hohes Geräusch, was bei Rohrmaterialien wie AZ-Rohr und Gussleitungen weit zu hören sind. Befindet sich das gleiche Leck in einem PVC oder PE Rohr hört man es nur unmittelbar direkt bei der Leckstelle!

Große Lecks haben zumeist nur ein ruhiges dumpfes Geräusch, da bei der Austrittstelle kein Widerstand anliegt und meistens im Bettungsbereich der Leitungstrasse schon Material ausgewaschen wurde.

Leckstellen bei Rohrverbindungen zumeist Dichtungsschäden oder Riss im Überschubstück (Muffe) sind Schäden mit sehr geringer Geräuschentwicklung und sehr schwer hörbar oder messbar.


Spürgasleckortung

Spürgasortung dient vor allem für Leckortungen in großen Rohrdimensionen, langen Teilstücken, Transportleitungen, Bereichen mit Lärm- oder Vibrationsbereichen, schwierigen Rohrmaterial und überall wo nicht eindeutig gemessen werden kann.

Messprinzip: Die Teilstücke die mit akustischen Messmethoden nicht möglich sind wird ein Spürgas wie Helium 5.0 (einziges Spürgas mit Zulassung für Trinkwasser) am Tiefpunkt eingespeist. Es werden dabei alle zusammenhängende Teilstücke mit Lecks mit Helium angereichert und entsprechend lange eingewirkt gelassen. Bei der/den Leckstellen tritt je nach Leckgröße entsprechend viel oder wenig Helium aus und je nach Erdmaterial kann es unterschiedlich lange dauern. Es wird dann mit Heliumdetektoren der angereicherte Bereich detektiert. Die Austrittstellen werden dann als Leck gekennzeichnet.

Wenn notwendig kann dieses Verfahren auch im laufenden Betrieb durchgeführt werden.





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